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    8. Mai

    Sentina Einweginstrumente

    Seit Mai 2018 bietet Lohmann & Rauscher mit der Marke Sentina Einweginstrumente für Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime sowie für die häusliche Pflege an.

    Die Produkte entsprechen den besonders hohen Anforderungen an Hygiene und Sicherheit, die in der Medizin und Pflege gefordert sind.

    Exzellente medizinische und pflegerische Versorgung muss sich immer stärker mit einem steigenden wirtschaftlichen Druck auf der einen Seite und limitierten personellen Ressourcen auf der anderen Seite auseinandersetzen.

    Patienten und Anwender verlangen nach Lösungen, die sowohl Sicherheit, hohe Qualität und präzises Handling ermöglichen, aber auch ökonomisch darstellbar sind. Ein weiterer zentraler Qualitätsparameter ist die Nachhaltigkeit. Eine einfache Entsorgung und Recycling bzw. das Einsparen von Wasser, Reinigungsmitteln und Energie für die Wiederaufbereitung von Mehrweginstrumenten sind klare Vorteile, die für Einweginstrumente sprechen.

    Um diese Vielfalt an Vorteilen in einem Produktportfolio realisieren zu können, sind viele Prozessschritte notwendig, und es dauert im Regelfall viele Monate, bis ein zugelassenes erstklassiges Produkt gelauncht werden kann.

    Das Magazin sprach mit drei ausgewählten Fachbereichen bei L&R, die die Sentina Einweginstrumente auf dem Weg zur Marktreife begleitet haben.

    3 Fragen an

    Maria Nettesheim, Claudia Schneider, Bianca Eiden (v. l. n. r.)

    3 Fragen an Maria Nettesheim, R&D:

    Welche Aufgaben hat die Division R&D beim Projekt der Einweginstrumente übernommen?

    R&D war von Beginn an am Projekt beteiligt. Die regulatorischen Anforderungen an die Dokumentation waren so komplex, dass sie von keinem unserer Lieferanten komplett abgedeckt wurden. Auf unserer To-do-Liste standen daher unter anderem: Stabilitätsdaten erheben, neue Prüfmethoden für die Farbmarkierung entwickeln und validieren, um nur einige zu nennen. L&R hat die Einwegprodukte in sehr enger Kooperation mit einem Lieferanten den Anforderungen entsprechend modifiziert. 

    Wie lange hat es gedauert, bis die Produkte in den Markt eingeführt werden konnten?

    Der Prozess begann bereits im September 2015. Das hört sich zwar nach einem langen Zeitraum an, aber Fachgruppen wissen, dass für eine neue Markteinführung diese Zeitfenster eingeplant werden müssen. Außerdem steigen die regulatorischen Anforderungen für die Zulassung kontinuierlich, es müssen langfristig Termine zur Abnahme durch den TÜV eingeplant werden etc. Umso erfreulicher ist es dann, wenn das Produkt in den Markt eingeführt werden kann. 

    Welches Feedback bekommen Sie aus dem Markt zurück, immerhin ist die Einführung der Sentina Einweginstrumente erst ein paar Wochen her?

    Wir bekommen sehr positive Rückmeldungen. Anwender sind sehr zufrieden mit der Produktqualität und den Vorteilen, die die Sentina Einweginstrumente bieten.

    3 Fragen an Claudia Schneider, Global Marketing:

    Wie wurde die Produktidee zu den Einweginstrumenten geboren?

    Zu Beginn wurde eine Marktanalyse im europäischen Raum durchgeführt. L&R hat ja bereits über die Produktgruppen OP-Abdeckungen, OP-Mäntel und Kitpack sehr positive Erfahrung mit Einweg im medizinischen Umfeld gemacht. Wir kennen die steigenden Anforderungen an Hygiene und Sicherheit sowie den hohen wirtschaftlichen Druck und die Suche nach effizienten Lösungen in Krankenhäusern, Arztpraxen und in der Pflege. Hier bieten die Sentina Einweginstrumente eine überzeugende Lösung. 

    Sehen Sie einen Trend zu Einweg versus Mehrweg?

    Auf jeden Fall. Wir haben die Sentina Einweginstrumente in einem ersten Schritt in unseren Fokusmärkten eingeführt. Wir können bis heute ein sehr positives Feedback verzeichnen, und zwar aus allen Anwendungsbereichen. Das Zusammenspiel von Hygiene, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zeitersparnis ist perfekt. Wir denken schon über weitere Märkte und eine Ausweitung der Produktpalette nach. 

    Wie könnte diese Erweiterung aussehen?

    Diese Überlegungen sind im Moment noch eher theoretischer Natur. Neben der Erweiterung der Produktpalette könnte man beispielsweise auch über kleine Instrumentensets nachdenken. Wir sind hierzu eng mit unseren Kunden im Austausch und so in der Lage, auf deren Bedürfnisse zu reagieren. Wir freuen uns sehr auf eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte Sentina Einweginstrumente. 

    3 Fragen an Bianca Eiden, Strategic Procurement:

    Wie wird der strategische Einkauf bei Produktentwicklungsprozessen eingebunden?

    Der strategische Einkauf ist bei Produktentwicklungsprozessen frühzeitig und intensiv eingebunden. Die frühzeitige Auswahl des besten Lieferanten ist wichtig für den Entwicklungsprozess und viel mehr noch für die erfolgreiche Vermarktung des Produktes. Qualität und Wettbewerbsfähigkeit hängen wesentlich davon ab. Dafür haben wir ein spezielles Konzept entwickelt: right supplier@first time. 

    Welche Fragestellungen standen im Mittelpunkt?

    Neben den wirtschaftlichen Kriterien müssen natürlich vor allem regulatorische und qualitative Fragestellungen bearbeitet werden. Wir haben hierzu auf Basis des für Medizinprodukte relevanten Qualitätsmanagementsystems ISO 13485 Standards etabliert, die auf einem risikobasierten Ansatz beruhen. Diese sind von unserem Lieferanten zu erfüllen. 

    Wie ermöglichen Sie größtmögliche Transparenz und Compliance bei den Bausteinen Einkauf und Beschaffung?

    L&R steht für qualitativ hochwertige Produkte und Lösungen, und der zertifizierte Qualitätsanspruch zieht sich durch unsere komplette Wertschöpfungskette. Standardisierte Prozesse und eine lückenlose Dokumentation der Aktivitäten schaffen Transparenz. Unsere Lieferanten müssen durch Unterschrift die Einhaltung der in unserem Code of Conduct definierten Anforderungen garantieren. Dies umfasst unter anderem soziale und ökologische Aspekte.