21. November

    Das Accelerator-Programm von L&R geht in die zweite Runde

    Für L&R sind Innovationen und die Weiterentwicklung von Produkten und Services wesentlich, um noch besser auf die Bedürfnisse von Anwender:innen im Gesundheitsbereich und Patient:innen eingehen zu können. Die aktiv gelebte Innovations- und Kooperationskultur wird u. a. durch die zweite Ausgabe des „L&R Accelerator Program“ in diesem Jahr fortgeführt. Für die Teilnahme am Programm haben sich mehr als 20 Start-Ups aus 9 Ländern beworben. Von diesen wurden vier vom Projektteam ins Programm aufgenommen, welche beim Kick-Off Event im Oktober in Wien mit dabei waren und nun die nächsten Wochen intensiv begleitet werden. Im Dezember pitchen die Start-Ups beim Finale um den Sieg beim „L&R Accelerator Program“ 2024. Die Finalisten sind AICU und ZenZen aus Deutschland, sowie Any-Edge aus Japan und BestHealth4U aus Portugal.

    Gerade im Medizinprodukte- bzw. MedTech-Bereich ist die permanente Weiterentwicklung von Produkten und Services essentiell, um noch bessere, d. h. bedürfnisorientiertere Lösungen für Anwender:innen – Ärzt:innen, Pflegekräfte, Therapeut:innen – und Patient:innen zu finden und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung zu leisten. Die Innovationskraft bei L&R reicht von der Produkt(weiter)entwicklung mit einem heutigen Portfolio von mehr als 60.000 Produkten, über die Fertigung an den eigenen Produktionsstandorten und der Belieferung der Kund:innen bis hin zu Service-Lösungen im Bereich Prozess- und Produkt-Optimierung (L&R OPTILINE) und digitalen Angeboten, wie z. B. Webshops & Logistiklösungen. Das Innovations- und Ideenmanagement involviert Mitarbeiter:innen der fünf eigenen Forschungs- & Entwicklungs-Zentren, aber auch immer externe Stakeholder – Anwendner:innen, Wissenschafter:innen und Forschungsinstitutionen. 2023 erweiterte L&R diesen Kreis an Kooperationspartnern im Bereich Innovation und organisierte das erste „L&R Accelerator Program“. 2024 geht das Programm in die zweite Runde und hat erneut das Ziel, nachhaltige Kollaborationen zwischen dem etablierten Unternehmen und dem / den Start-Up(s) zu starten und damit auch die Innovationskraft von L&R weiter auszubauen.

    Zwei Handlungsfelder | vier Start-Ups im Finale
    L&R fokussierte dieses Jahr zwei Handlungsfelder, wofür man Start-Ups als Partner sucht(e). Im Bereich „Künstliche Intelligenz und Datenmanagement" geht es vorrangig um Plattform-Lösungen für die nahtlose Datenintegration und Echtzeitanalysen, welche die Datenqualität für präzise KI-Einblicke ermöglichen und automatisierte Dokumentation vorantreiben. Das zweite Handlungsfeld umfasst „Digitale Lösungen für die ambulante Pflege“; d. h. die Entwicklung und Implementierung von digitalen Technologien, um die Verlagerung medizinischer Dienstleistungen von stationären zu ambulanten Einrichtungen zu erleichtern.

    Nach der externen Bekanntmachung des Programms haben sich mehr als 20 Start-Ups aus 9 Ländern bei L&R beworben. Von diesen sind nun vier Start-Ups im „L&R Accelerator Program“ mit dabei, dessen Kick-off vor Ort am 15. und 16. Oktober in Wien stattfand.

    AICU, ein Start-Up mit Sitz in Heilbronn/Deutschland, entwickelt innovative Softwarelösungen zur Datenanalyse im medizinischen Bereich.
    Im Bild:  Julia Yukovich / AICU.



    ZenZen, mit Sitz in Berlin/Deutschland, bietet eine KI-gestützte App zur Unterstützung von Schwangeren mit Schwangerschaftsdiabetes an.
    Im Bild: Viktor Hodobay / ZenZen
     



    Any-Edge aus Tokio/Japan, konzentriert sich auf die Früherkennung und Überwachung von Parodontitis durch nicht-invasive Analysen von Speichel- und Atemproben
    Im Bild: Daisuke Tanaka / Any-Edge



    BestHealth4U, ein Startup aus Braga/Portugal, hat eine Wundauflage namens Bio2Skin entwickelt.
    Im Bild: Sofia Esteves / BestHealth4U



    Umfassendes Programm bis zum Finale im Dezember
    Das „L&R Accelerator Program“ Start-Event im Oktober bot den Teilnehmenden relevante Informationen zu L&R und der Medizinproduktebranche sowie deren Anforderungen, erläuterte die Fokus-Handlungsfelder des Programms im Detail und inkludierte „Masterclasses”, d. h. Workshops, in denen tiefergehendes Produkt- und Branchen-Wissen vermittelt wurde. Nun haben alle teilnehmende Start-Ups bis Anfang DezemberZeit, um ihre Produkt- oder Servicelösungen, sowie die Business-Strategien und Anwendungsfälle zu konkretisieren und zu verfeinern. L&R begleitet die Start-Ups in dieser Zeit engmaschig via Expert:innen-Mentoring, Networking-Möglichkeiten und einem Pitch-Training. Am 3. Dezember findet am L&R Standort in Rengsdorf dann das große Pitch-Event statt, bei dem das Sieger-Start-up gekürt wird.

      

    Thomas Menitz, heute COO und ab 1. Dezember EO & President von L&R:
    Die große Anzahl der Start-Ups aus so vielen unterschiedlichen Ländern, die sich bei uns 2024 beworben hat, hat unsere Erwartung stark übertroffen. Dies zeigt, dass wir ein interessanter und bereichernder Partner für junge, innovative Start-Ups sind und wir ein tolles Angebot und relevante Unterstützung in unserem Programm bieten. Dafür möchte ich Projektleiterin Laura Ihrlich und allen involvierten Kolleg:innen herzlich danken! Und ich möchte betonen: L&R sucht langfristige Partner. Mit vier der sechs Start-ups, die 2023 teilgenommen haben, sind wir durch gemeinsame Projekte weiterhin verbunden – das ‚L&R Accelerator Program‘ wirkt also nachhaltig positiv – für beide Seiten!“
     

    Kooperation in der Start-Up Szene
    2024 arbeitet L&R übrigens auch mit „Vision Health Pioneers Incubator“, einem externen Start-up Programm aus Berlin, das Unternehmens-Gründer:innen im Gesundheitswesen unterstützt, zusammen.

       

    Laura Ihrlich, Projektleiterin des „L&R Accelerator Program“:
    Die Kooperation mit ‚Vision Health Pioneers‘ und die Möglichkeit, unser Programm und seine Vorteile interessierten Start-Ups in deren LinkedIn Webinars zu präsentieren, war von großem Wert für uns. Danke auch nochmals an dieser Stelle speziell an die Start-Ups Feeltect, unserem Gewinner aus dem Jahr 2023, und Physikit! Durch den Support konnten wir viele sehr unterschiedliche und sehr interessante Start-Ups von einer Bewerbung in unserem Programm überzeugen. Es war wirklich nicht einfach, die vier finalen Start-Ups in unserem Programm auszuwählen. Unsere Finalisten haben uns schließlich am stärksten von deren bisherigen Lösungen, deren Business- und Funding-Strategie, aber auch aufgrund anderer Faktoren, z. B. KI-Know-how oder Diversität der Teams, überzeugt. Ich freue mich auf die nächsten Zeit und ein spannendes Finale.“