Aktive Patient:innenbeteiligung senkt das Risiko für chirurgische Wundinfektionen (SSI) deutlich – das belegt eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit, in der internationale Studien aus 2010–2024 ausgewertet wurden. Die Analyse zeigt: Werden Patient:innen aktiv in Entscheidungsfindung, Aufklärung und Wundbeobachtung eingebunden, sinken nicht nur die Infektionsraten signifikant, sondern es profitieren auch die Therapie-Compliance und das psychische Wohlbefinden.
Digitale Tools wie Wund-Apps können diese Entwicklung zusätzlich unterstützen, indem sie Ängste mindern und Nachkontrollen erleichtern. Praktische Konsequenz: Eine Patient:innenbeteiligung ist entlang der gesamten Vorbereitungs- und Behandlungskette möglich – von Lebensstilmodifikationen (Rauchen, Gewichtsreduktion) über Infektionspräventionsschulungen (Hygiene) und präoperativen Maßnahmen (Duschen, Haarentfernung) bis hin zur postoperativen Wundversorgung und Früherkennung von Infektionszeichen.
Die Kombination evidenzbasierter und bereits weit verbreiteter Maßnahmen-Bundles mit neuen Strategien zur Stärkung der Patient:innenbeteiligung könnte deshalb eine wirkungsvolle Kombination für die SSI-Prävention sein.
Mehr zu dieser Publikation und eine ganze Reihe hilfreicher Materialien zu evidenzbasierten SSI-Richtlinien und der Beteiligung von Patient:innen: erfahren Sie auf L&R Prevent & Protect: https://ow.ly/MvB350YgYjk
2. März
Patient:innenbeteiligung als wirksamer Baustein der SSI-Prävention!
